Dauerschleife

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London 2014

 

 

Alle Gedanken und Erinnerungen werden von vorne durchgespielt.
Alles auf Anfang gesetzt und vergessen wo der Anfang überhaupt war. Zeit zurück gedreht. Zeit vor gedreht. Beschlossen, zu verdrängen. Festgestellt, dass das gar nicht geht. Zwischen zwei Stühlen sitzend und sich für den einen entschieden und dann doch wieder dazwischen gerutscht.

 

 

Kämpfe im Kopf ausgetragen, beschlossen, nicht mehr an Dich zu denken, mich selbst zu belügen. Versucht zu ertrinken und dann doch wieder nüchtern geworden. Dann sind da noch diese ganzen Fragen – wie geht es Dir eigentlich? Hätte ich was anders machen können. Vielleicht hättest du auch etwas anders machen können. Die Erinnerungen strömen durch meinen Körper ohne mich zu fragen. Sie sind einfach da, so plötzlich, dass ich vom Gehen zum Stehen komme. Und wieder erstarre ich mitten auf dem Weg im alltäglichen Leben. Das Herz beginnt schneller zu klopfen.
Du berührst mich, und jetzt, in diesem Moment tust Du es schon wieder.

Du hast meinen Herzschlag belauscht, Dich nicht davon abringen lassen dem Impuls zu folgen, in dem ich mich bewegte, wenn du in meiner Nähe warst. Du bist meinen Gedanken gefolgt, hast sie angenommen.
Nur langsam bewege ich mich jetzt weiter. Doch die Erinnerungen und die Sehnsucht rauschen durch meine Blutbahn. Du bist nicht hier. Ich muss feststellen, die Angst davor, dass es so bleibt, sie überkommt mich Tag für Tag, mehr und mehr. Da war doch ein Zauber. Da war doch ein Blick. Da war doch die Berührung. Da war das Ungewisse und dann kam die Flucht, die keine war. Denn sie war vorgesehen. Langsam schnürt sich mein Hals zu. Da war dieser Moment, in dem du aufgestanden bist und dich über alles hinweggesetzt hast. Da war der Moment, in dem ich mich kurz gefühlt hatte, angekommen zu sein.
Nun bekommen die Gedanken endlich eine Pause, die Bilder im Kopf sind abgespielt.
Stille. Das Rauschen lässt nach, das Herz bekommt seinen normalen Rhythmus zurück, ich hole tief Luft, passe mich dem Tempo des Lebens wieder an, laufe weiter und die Gedanken werden von meinem eigenen Leben zurückgedrängt.
Alle Gedanken und Erinnerungen werden von vorne durchgespielt.
Alles auf Anfang gesetzt und vergessen wo der Anfang überhaupt war. Zeit zurück gedreht. Zeit vor gedreht. Beschlossen, zu verdrängen. Festgestellt, dass das gar nicht geht. Zwischen zwei Stühlen sitzend und sich für den einen entschieden und dann doch wieder dazwischen gerutscht. Kämpfe im Kopf ausgetragen, beschlossen, nicht mehr an Dich zu denken, mich selbst zu belügen. Versucht zu ertrinken und dann doch wieder nüchtern geworden. Dann sind da noch diese ganzen Fragen – wie geht es Dir eigentlich? Hätte ich was anders machen können. Vielleicht hättest du auch etwas anders machen können. Die Erinnerungen strömen durch meinen Körper ohne mich zu fragen. Sie sind einfach da, so plötzlich, dass ich vom Gehen zum Stehen komme. Und wieder erstarre ich mitten auf dem Weg im alltäglichen Leben. Das Herz beginnt schneller zu klopfen.
Du berührst mich, und jetzt, in diesem Moment tust du es schon wieder….

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